Das Alpenwetter in Bern
admin 7. Dezember 2011
In der Schweiz herrscht ein zentraleuropäisches Klima, welches überwiegend kontinental geprägt ist. Der Grund dafür ist die große Entfernung zu einem Gewässer wie dem Meer oder dem Ozean. Durch diese geografische Lage und die Reliefform der Landschaft ist die Schweiz durch eine Vielzahl von mikroklimatischen Zuständen geprägt. Aufgrund der Höhenunterschiede in den Alpen treten auch mehrere Temperaturdifferenzen auf einer geringen Fläche auf. Besonderes Merkmal dabei sind aber die sogenannten Föhnwinde in den Bergen. Diese entstehen durch die schnellere Erwärmung der Berggipfel bei Tagesbeginn und verursachen dadurch einen Wind, der ins Tal führt. Das genaue Gegenteil tritt in der Nacht ein, da zu dieser Zeit dann die Bergwinde, die bergaufwärts führen, anzutreffen sind.
Die Jahresmitteltemperatur in der Schweiz beträgt ungefähr 8 Grad Celsius und liegt damit im direkten Verhältnis zu den übrigen Temperaturen der zentraleuropäischen Länder. In der Schweiz steigt auch im Hochsommer die Maximaltemperatur nur sehr selten über 30 Grad Celsius. Im Durchschnitt wird diese Temperaturanzahl nur etwa 3- bis 4-mal im Jahr überschritten. Der Grund dafür ist die Nähe zu den Bergen. Da viele der dortigen Berggipfel eine Höhe von 4.000 Metern überschreiten, werfen sie auch eine große Schattenfläche.
Besonders auffällig ist aber auch, dass es nur sehr wenige Regentage in Bern und im übrigen Teil des Landes gibt. Verursacht wird dies durch die bereits erwähnte Entfernung zu einem Meer oder Ozean. Durch diese Umstände wird das Wetter in Bern wesentlich geprägt. Denn erst in den Sommermonaten zwischen dem Juni und dem August sind die Temperaturen hoch genug, um die sogenannten konvektiven Niederschläge zu verursachen. Diese entstehen durch Dichteunterschiede verursachte Luftzirkulationen. Wenn warme und damit auch feuchte Luft aufsteigen und durch den Auftrieb an den Bergen aufsteigen und wieder abkühlen kann, kommt es zur Konvektion und zum Niederschlag. Die Niederschlagsmenge ist mit ungefähr 1.000 Millimeter höher als der Jahresmittelwert von Deutschland mit ungefähr 800 Millimeter Niederschlagsmenge. Dennoch ist auch die Sonnenscheindauer höher als in Deutschland, denn diese beträgt in der Schweiz ungefähr 1.600 bis 1.700 Stunden.
Foto © fotoman_65 – Fotolia.com